Learning English Part 1 – Today: Deutsche Bahn

Über Guido Westerwelle und Günther Oettinger zu lästern, fällt derzeit aufgrund mangelnder Englisch-Kenntnisse, insbesondere deren eigenwillige Aussprache, nicht schwer.

Auch die Deutsche Bahn und die charmanten Durchsagen des zumeist sächsisch sprechenden Personals,  geben immer wieder Anlass sich zu amüsieren und wurde bereits in zwei Büchern mit dem Titel „Senk ju vor träwelling-Wie Sie mit der Bahn fahren und trotzdem ankommen“ verarbeitet.

Muss man sich wegen einer „deutschen“ Englisch-Aussprache schämen?

Muss man nach außen sichtbar machen: „Hey, mein Englisch ist so gut, dass ich erkenne, wie schlecht die Aussprache der anderen ist. Puh, ist mir das peinlich! Fremdschäm!“

Ist es nicht typisch deutsch, mit übertriebenem Perfektionismus die eigene Sprachfärbung zu unterdrücken und englischer als jeder Engländer sein zu wollen?

Ist es nicht so, dass die meisten Amerikaner, Engländer und Franzosen von ihrer „Einsprachigkeit“ nicht so peinlich berührt sind? Vielmehr freut man sich anerkennend, wenn sie ein fremdländisches Wort über ihre Lippen bemühen, oder?

Einen spannenden Artikel hierzu findet man im Zeit-Magazin Nr. 7, 11.2.2010: Über Oettingers Englisch

Oder kann man von einem deutschen Außenminister bzw. von Günther Oettinger als „Member of the European Commission“ erwarten, dass sie ein nahezu perfektes Englisch sprechen?

Welche Pronunciation-Note würde man als Schüler wohl mit derartigem Englisch bekommen?

Na dann: „Senk ju and gutt bai!“ or as we say in Bavaria: „Greet God!“

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