Deine Spuren im Netz – Big Brother is watching you!

Wie bequem ist es, die Vorteile im weltweiten Netz zu nutzen: man findet schnell zahlreiche Informationen zu den unterschiedlichsten Themen, es gibt viele Plattformen, über die man relativ unverbindlich in Kontakt kommen bzw. bleiben kann, auch die Bankgeschäfte sind fix erledigt und sogar der Einkauf lässt sich relativ unproblematisch mit ein paar „Klicks“ erledigen.

Shoppen, chatten, Urlaubsfotos posten, Banksachen erledigen, Zeitung lesen…

Aber wie so oft, haben Dinge nicht nur Vorteile: Gefahr lauert, wenn die Daten, die wir hinterlassen und von uns preisgeben, missbraucht werden oder aus unserem Einflussbereich geraten. Den meisten von uns ist klar, dass es hundertprozentige Sicherheit nicht gibt, dennoch verdrängen wir dies gerne – sei es aus Bequemlichkeit oder Gewohnheit.

Zwar werden die meisten sagen: Naja, ich habe nichts zu verbergen… Das mag sein. Aber die eigenen Daten können schnell für kommerzielle Zwecke missbraucht werden.

Xing, Lokalisten, Twitter, Facebook, StudiVZ und Co – toll, wenn man auf diese unverbindliche Weise in Kontakt bleiben kann. Doch sind sich die wenigsten bewusst, dass beispielsweise Facebook Listen mit Nutzerprofilen – zwar anonymisiert – an Dritte weiterreicht. Theoretisch könnten diese „Dritten“ die Daten wieder zurück decodieren – und voilà – ein ganzes Profil, inklusive Interessen, Netzwerk-Kontakten, etc. steht für Werbung & Co zur Verfügung. Man selbst hat die Kontrolle über die eigenen Daten und deren Verwendung damit verloren. So wird man zum „gläsernen User“. (Quelle: FAZ am Sonntag, Nr.6, 14.2.2010)

Wie kam es eigentlich zu dem teilweise bedenkenlosen Preisgeben privater und persönlicher Daten? Es sei erinnert an die in den 80er Jahren stattgefundenen Diskussionen und Widerstände, als die Volkszählung über ihre Bürger Daten erfassen wollte. 2011 soll es eine erneute Volkszählung geben. Mittlerweile geben viele Menschen für ein paar Payback-Punkte ihre Daten ohne großes Zögern weiter. Seien wir gespannt, ob es bei einer neuen Volkszählung größere Widerstände geben wird, private Angaben zu machen.

Was hat sich geändert, dass mittlerweile Daten ohne großes Zögern weitergegeben und veröffentlicht werden?

Gefahr und Missbrauch versus Bequemlichkeit und Gedankenlosigkeit?

Wo steuern wir hin? Welche Reglementierungen und Vorsichtsmaßnahmen sind sinnvoll?

Wie schütze ich mich?

Welche Herausforderungen stellen sich für die Demokratie bzgl. der Datensammel-Leidenschaft?

Sind wir auf dem besten Weg zum „gläsernen Bürger„?

Prüfen Sie gleich mal selbst:

Unter folgendem Link können Sie nachprüfen, was das World Wide Web über Sie findet. Es zeigt Ihnen, wie das „Internet“ Sie wahrnimmt und sieht:  Personas-How does the Internet see you?

Panopticlick prüft, wie „einzigartig“ Ihr persönlicher Internet-Browser ist. Das Programm kann einen einzelnen PC unter Millionen anderen erkennen.

Wie anonym bleibt man im Internet – damit beschäftig sich auch folgender Artikel der FAZ: Zeigt her eure Daten

Nun – dann Augen zu und durch…Klick, klick

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s