Ausgebrannt!

Erschöpfung, Burn-out, Leere – kein neues Phänomen. Gerade in letzter Zeit gab es diverse Artikel zum Thema „Burn out“ in diversen Zeitschriften und Zeitungen. Die Kommunikationswissenschaftlerin Miriam Meckel hat ihren Burn out zum Anlass genommen und ein Buch „Brief an mein Leben“ verfasst.

In der Talksendung „3 nach 9“ berichtet Miriam Meckel von ihrem Burn out: http://www.youtube.com/watch?v=i6LFtKwO8y4

Burn out, Erschöpfung, innere Leere – dies ist kein neues Phänomen.

Thomas Mann beschreibt dies in seinem Roman „Die Buddenbrooks“ folgendermaßen:
„Die phantasievolle Schwungkraft der muntere Idealismus seiner Jugend, waren dahin. Im Spiele zu arbeiten und mit der Arbeit zu spielen mit einem halb Ernst halb spaßhaft gemeinten Ehrgeiz nach Zielen zu streben denen man nur einen Gleichniswert zuerkennt – zu solchen heiter-skeptischen Kompromissen und geistreichen Halbheiten gehört viel Frische Humor und guter Mut; aber Thomas Buddenbrook fühlte sich unaussprechlich müde und verdrossen.
Was für ihn zu erreichen gewesen war hatte er erreicht und er wusste wohl dass er den Höhepunkt seines Lebens wenn überhaupt wie er bei sich hinzufügte bei einem so mittelmäßigen und niedrigen Leben von einem Höhepunkte die Rede sein konnte längst überschritten hatte…
Der gänzliche Mangel eines aufrichtig feurigen Interesses das ihn in Anspruch genommen hätte die Verarmung und Verödung seines Inneren – eine Verödung so stark dass sie sich fast unablässig als ein unbestimmt lastender Gram fühlbar machte – verbunden mit einer unerbittlichen inneren Verpflichtung und zähen Entschlossenheit um jeden Preis würdig zu repräsentieren seine Hinfälligkeit mit allen Mitteln zu verstecken und die ‚Dehors‘ zu wahren hatte dies aus seinem Dasein gemacht hatte es künstlich bewusst gezwungen gemacht und bewirkt dass jedes Wort jede Bewegung jede geringste Aktion unter Menschen zu einer anstrengenden und aufreibenden Schauspielerei geworden war.“

Daher sollte man sich stets vor Augen führen:

Ich tue alles ganz langsam, ruhig und gelassen, konzentriert und fokussiert, eines nach dem anderen, in genau der Zeit, die es braucht.

Multitasking ist ein Mythos! Und der eigentlich wahnsinnig platte Satz: „In der Ruhe liegt die Kraft.“ ist doch irgendwie wahr. Aber wie Miriam Meckel berichtet – zwischen kognitiv etwas wissen und aktiv etwas verändern, umsetzen und aktiv tun, ist ein großer Unterschied. Der Mensch ist doch irgendwie enorm träge und bequem, was seine Angewohnheiten und blinden Flecken anbelangt.


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