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Alles, was man über Facebook wissen muss…

Alles, was man über Facebook wissen muss, hier erklärt und zusammengefasst von South Park.

Über virtuelle „Freundschaft“, virtuelle Beziehungen und wie man anstelle einer richtigen Persönlichkeit zu einem bloßen Profil wird…

Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht!

http://www.southpark.de/alleEpisoden/1404/

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Algorithmen des Lebens – vom Zufall, von der Freiheit und dem Determinismus

„Was geschieht, wenn Profile an die Stelle von Persönlichkeiten treten? Wenn Neigungen und Abneigungen durch Algorithmen errechnet werden? Wenn das Denken der Datenauswertung weicht? Dann überantwortet der Mensch einen wachsenden Anteil seiner selbst an den Computer und beseitigt damit ein Momentum, das Leben menschlich macht: den Zufall.“Miriam Meckel

Toll, wenn Amazon und iTunes mich und meine Vorlieben so gut kennen, dass sie mir interessante Vorschläge machen; aber entdecke ich dadurch Neues? Will ich immer das, was ich immer schon gemocht und gehabt habe?

„Was einmal gedacht wurde,
kann nicht mehr zurückgenommen werden.“ –
Miriam Meckel

Wo liegen die Grenzen in unserer digitalen, vernetzten Gesellschaft?

Sehen Sie hierzu einen fast einstündigen Vortrag von Miriam Meckel auf der re:publica 2010, der – wie ich finde – sehr gute Gedanken aufwirft:

„Wir haben ja jetzt schon die Situation, dass wir neben der digitalen Kommunikation die reale Kommunikation haben – und dadurch ergänzen sich ja auch sehr unterschiedliche Zusammenhänge. Das heißt, Sie bringen als Mensch natürlich die evolutionäre Zufallskomponente auch in die Kommunikation ins Netz hinein, ebenso wie einige algorithmisch-deterministische Kommunikationsformen oder Präferenzbildungen aus dem Netz, ja auch in unserem realen Leben eine Rolle spielen: Bücher kaufen wir zum großen Teil über Empfehlungen, die von Amazon kommen, die eben nicht durch evolutionäre Zufallskomponenten bestimmt sind, sondern algorithmisch berechnet werden. Bei iTunes und den Musikfolgen von Genius ist es dasselbe. Das heißt, jedes beeinflusst und befruchtet sich und ich glaube, dass wir einfach die Kombination brauchen. Dass man sich also nicht einfach vorstellt, man könne wirklich jede menschliche Lebensform und Entscheidungspräferenz irgendwann durch den Rechner vollziehen lassen. Dann kämen wir in dieses etwas schwierige deterministische Szenario, was eigentlich dem Menschenbild nicht entspricht und was auch keine Freiheit bietet.“Miriam Meckel

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Deine Spuren im Netz – Big Brother is watching you!

Wie bequem ist es, die Vorteile im weltweiten Netz zu nutzen: man findet schnell zahlreiche Informationen zu den unterschiedlichsten Themen, es gibt viele Plattformen, über die man relativ unverbindlich in Kontakt kommen bzw. bleiben kann, auch die Bankgeschäfte sind fix erledigt und sogar der Einkauf lässt sich relativ unproblematisch mit ein paar „Klicks“ erledigen.

Shoppen, chatten, Urlaubsfotos posten, Banksachen erledigen, Zeitung lesen…

Aber wie so oft, haben Dinge nicht nur Vorteile: Gefahr lauert, wenn die Daten, die wir hinterlassen und von uns preisgeben, missbraucht werden oder aus unserem Einflussbereich geraten. Den meisten von uns ist klar, dass es hundertprozentige Sicherheit nicht gibt, dennoch verdrängen wir dies gerne – sei es aus Bequemlichkeit oder Gewohnheit.

Zwar werden die meisten sagen: Naja, ich habe nichts zu verbergen… Das mag sein. Aber die eigenen Daten können schnell für kommerzielle Zwecke missbraucht werden.

Xing, Lokalisten, Twitter, Facebook, StudiVZ und Co – toll, wenn man auf diese unverbindliche Weise in Kontakt bleiben kann. Doch sind sich die wenigsten bewusst, dass beispielsweise Facebook Listen mit Nutzerprofilen – zwar anonymisiert – an Dritte weiterreicht. Theoretisch könnten diese „Dritten“ die Daten wieder zurück decodieren – und voilà – ein ganzes Profil, inklusive Interessen, Netzwerk-Kontakten, etc. steht für Werbung & Co zur Verfügung. Man selbst hat die Kontrolle über die eigenen Daten und deren Verwendung damit verloren. So wird man zum „gläsernen User“. (Quelle: FAZ am Sonntag, Nr.6, 14.2.2010)

Wie kam es eigentlich zu dem teilweise bedenkenlosen Preisgeben privater und persönlicher Daten? Es sei erinnert an die in den 80er Jahren stattgefundenen Diskussionen und Widerstände, als die Volkszählung über ihre Bürger Daten erfassen wollte. 2011 soll es eine erneute Volkszählung geben. Mittlerweile geben viele Menschen für ein paar Payback-Punkte ihre Daten ohne großes Zögern weiter. Seien wir gespannt, ob es bei einer neuen Volkszählung größere Widerstände geben wird, private Angaben zu machen.

Was hat sich geändert, dass mittlerweile Daten ohne großes Zögern weitergegeben und veröffentlicht werden?

Gefahr und Missbrauch versus Bequemlichkeit und Gedankenlosigkeit?

Wo steuern wir hin? Welche Reglementierungen und Vorsichtsmaßnahmen sind sinnvoll?

Wie schütze ich mich?

Welche Herausforderungen stellen sich für die Demokratie bzgl. der Datensammel-Leidenschaft?

Sind wir auf dem besten Weg zum „gläsernen Bürger„?

Prüfen Sie gleich mal selbst:

Unter folgendem Link können Sie nachprüfen, was das World Wide Web über Sie findet. Es zeigt Ihnen, wie das „Internet“ Sie wahrnimmt und sieht:  Personas-How does the Internet see you?

Panopticlick prüft, wie „einzigartig“ Ihr persönlicher Internet-Browser ist. Das Programm kann einen einzelnen PC unter Millionen anderen erkennen.

Wie anonym bleibt man im Internet – damit beschäftig sich auch folgender Artikel der FAZ: Zeigt her eure Daten

Nun – dann Augen zu und durch…Klick, klick