Veröffentlicht in Ästhetik, Glaube, Kirche, Religion, Wahrnehmung

Sabber, sabber…

… da regt sich was, in der katholischen Kirche. Was? Ich möchte es gar nicht wissen… Man beachte die Blicke der alten Männer (*sabber, sabber) und schön, wenn sie sich für ihresgleichen interessieren, denn schließlich ist die katholische Kirche ja die größte gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaft. Vielleicht gab es im Anschluss (sagt man da auch Backstage-Bereich dazu?) noch eine Privataudienz beim Papst oder einem seiner Brüder.

Für irgendwas muss sich die Lateinlernerei ja gelohnt haben, daher hier noch ein Zitat: „Mens sana in corpore sano“ – da können sich die Herren Priester, Bischöfe, Kardinäle & Co mal ein Beispiel nehmen: Vielleicht steckt dann auch in ihren Körpern ein gesunder Geist und die katholische Kirche besinnt sich ihrer ästhetischen Wurzeln.

Und der Mann Mensch ist ja schließlich das Abbild Gottes, oder?

Und da möchte ich Uta Ranke-Heinemann (Was macht die eigentlich? Schon so lange nichts mehr von ihr gehört!) zitieren:

„Ein Esel stellt sich Gott als Esel vor. Der Papst stellt sich Gott als Mann vor.“

Und hier noch ein Artikel aus „Die Zeit“: Die Institution ist das Problem


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„Du sollst neben mir keine anderen Götter haben!“

Viele Häuptlinge und kaum mehr Indianer – so sieht die derzeitige Entwicklung in der Katholischen Kirche aus. Ein hierarchisches und patriarchalisches Modell, von dem sich immer mehr gläubige Menschen zutiefst gekränkt und verwundert abwenden. Ein krankendes System, das sich vor allem um sich selbst dreht, und dabei ihre eigentliche Kernbotschaft aus den Augen verliert.

Sehr schade eigentlich – ist die Kernbotschaft doch eigentlich ziemlich gut und  nach wie vor für unsere Lebenswelt eine prima Orientierungshilfe: Wie kann Leben gelingen? Was ist wichtig im Leben? Was sind wichtige Werte?

Die Katholische Kirche ist jedoch stets damit beschäftigt, Antworten auf Fragen zu geben, die schon lange keiner mehr stellt…

Stattdessen demonstrieren purpur gekleidete Männer ihre Macht und Herrschaft, wie es in der aktuellen Zeit (2010/Nr. 46) in dem Artikel:Wer_ist_hier_der_Boss_2010_46 nachzulesen ist.

Und da fällt mir der Vergleich von Hape Kerkeling bzgl. „Botschaft“ und „Umsetzung“ ein, indem er den Kern, nämlich „Gott“ als hervorragenden Film und die Umsetzung „Kirche“/“Gemeinde“ als schlechtes Dorfkino bezeichnet, in der der Film nicht wirklich gut zur Geltung kommt:

„Während ich bereits bei weit geöffnetem Fenster im Bett liege, frage ich mich, was Gott eigentlich für mich ist.
Viele meiner Freunde haben sich schon lange von der Kirche abgewendet. Sie wirkt auf sie unglaubwürdig, veraltet, vergilbt, festgefahren, unbeweglich, geradezu unmenschlich und somit haben die meisten sich auch von Gott abgewendet. Wenn sein Bodenpersonal so drauf ist, wie muss er selbst dann erst sein … wenn es ihn überhaupt gibt! Geh mir weg mit Gott, sagen leider die meisten. Ich sehe das anders. Egal ob Gott eine Person, eine Wesenheit, ein Prinzip, eine Idee, ein Licht, ein Plan oder was auch immer ist, ich glaube, es gibt ihn!
Gott ist für mich so eine Art hervorragender Film wie »Ghandi«, mehrfach preisgekrönt und großartig!
Und die Amtskirche ist lediglich das Dorfkino, in dem das Meisterwerk gezeigt wird. Die Projektionsfläche für Gott. Die Leinwand hängt leider schief, ist verknittert, vergilbt und hat Löcher. Die Lautsprecher knistern, manchmal fallen sie ganz aus oder man muss sich irgendwelche nervigen Durchsagen während der Vorführung anhören, wie etwa: „Der Fahrer mit dem amtlichen Kennzeichen Remscheid SG 345 soll bitte seinen Wagen umsetzen.“ Man sitzt auf unbequemen, quietschenden Holzsitzen und es wurde nicht mal sauber gemacht. Da sitzt einer vor einem und nimmt einem die Sicht, hier und da wird gequatscht und man bekommt ganze Handlungsstränge gar nicht mehr mit.
Kein Vergnügen wahrscheinlich, sich einen Kassenknüller wie ‚Ghandi’ unter solchen Umständen ansehen zu müssen. Viele werden rausgehen und sagen: „Ein schlechter Film.“ Wer aber genau hinsieht, erahnt, dass es sich doch um ein einzigartiges Meisterwerk handelt. Die Vorführung ist mies, doch ändert sie nichts an der Größe des Films. Leinwand und Lautsprecher geben nur das wieder, wozu sie in der Lage sind. Das ist menschlich.
Gott ist der Film und die Kirche ist das Kino, in dem der Film läuft. Ich hoffe, wir können uns den Film irgendwann in bester 3-D- und Stereo-Qualität unverfälscht und mal in voller Länge angucken! Und vielleicht spielen wir dann ja sogar mit!“

Hape Kerkeling: „Ich bin dann mal weg“ S. 186f

Schade eigentlich, dass die Katholische Kirche sich nicht auf das Wesentliche konzentriert und somit mehr und mehr Menschen abschreckt! Boss kann es nur einen geben und andere Nebengötter braucht es nicht! Und ja, vielleicht spielen wir dann auch wieder als Indianer mit – aber brauchen wir so viele weltfremde und unfähige Alt-Herren-Häuptlinge?

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Onkel Mixa erklärt uns die Welt Teil 1

Nachdem sich die Wogen um Westerwelle und Günther Oettinger gelegt haben, und beide wohl gerade im Sprachkurs sitzen, sowohl Uschi Glas als auch Boris Becker sich gerade nicht scheiden lassen, meldet sich endlich wieder unser Bischof Walter Mixa zu Wort. Yippie! Und das zu einem Thema, bei dem er sich auskennt. Das nenne ich erfolgreiche PR!!!

Wie schön! Wurde aber auch Zeit. Hier ein Artikel dazu: Der Zeitgeist weht, wo er will

Wie heißt es so schön, „wer sich verteidigt, klagt sich an“.

Ein wenig Selbstreflexion täte in diesem Fall nicht schaden. Die übliche Strategie der Katholischen Kirche ist zumeist entweder Probleme „auszusitzen“ oder unreflektiert alles von sich zu schieben. Der Unfehlbarkeitsstatus der Institution nervt und stößt immer mehr Menschen ab. Eigentlich schade, da die Kirche als gesellschaftliche Gegeninstanz durchaus wichtig ist!

Wie gerne würde ich als PR- und Image-Beraterin mal für die katholische Kirche arbeiten! Warum konzentriert sich die Institution „Katholische Kirche“ nicht auf ihre zahlreichen Stärken?

http://www.spiegel.de/spam/0,1518,468420,00.html Bildquelle: http://www.spiegel.de/spam/0,1518,468420,00.html

Hier eine Xtra 3 – Satire zur „Katholischen Kirche und ihrem Realitätsbeauftragten“